Die Ausbildung als Medienkauffrau/-mann bei Hanser

Vielfältig, individuell und mitten dabei!

Die Welt der Medien ist vielseitig und ständig im Wandel. Medien unterhalten, informieren und bilden in vielseitiger Form ̶ seien es Bücher, Zeitschriften oder eine Bandbreite von digitalen Formaten. Neue Ausgabearten, besonders von fachspezifischen Inhalten, ergeben sich aus den immer detaillierteren Ansprüchen der Zielgruppen. Dies macht die Medienbranche für digital und print so abwechslungsreich und innovativ. Grund genug, sich zur Medienkauffrau /-mann ausbilden zu lassen, um ein Teil dieser spannenden Branche zu werden. Doch wie sieht eigentlich eine Ausbildung in einem Verlagshaus wie Hanser aus und welche Vorteile bringt eine Ausbildung in einem Unternehmen, bestehend aus drei verschiedenen Branchenteilen, mit sich?



Die Qual der Wahl


Der Carl Hanser Verlag wurde 1928 gegründet und lässt sich damals wie heute in zwei verlegerische Säulen aufteilen: Fachbuch-/Fachzeitschriftenverlag und Literaturverlag. Zudem beschäftigt sich der Literaturverlag nicht nur mit Romanen, auch Sach-, Kinder- und Jugendbücher erweitern das Portfolio. Diese Bandbreite an Verlagsprodukten und Themenbereichen ermöglicht uns Auszubildenden, verschiedene Branchenbereiche kennenzulernen und die vielseitige Funktionsweise eines Medienhauses zu verstehen.

Wie genau sieht das aus? Alle sechs bis zwölf Wochen wechseln wir Azubis in eine neue Abteilung oder in einen der anderen Verlagsteile. Einige der Stationen im Haus sind verpflichtend für die Ausbildung. Dazu gehören der Vertrieb, die Presse, die Inlandsrechte und -lizenzen, die Herstellung und die Redaktion bzw. das Lektorat. Für die Entscheidung, ob eine Abteilung im Fachbuch-/Zeitschriftenverlag oder im Literaturverlag stattfindet, dürfen wir jeder Zeit Wünsche äußern, die bei der Planung bestmöglich berücksichtigt werden. Neben diesen Pflichtabteilungen steht es uns offen, weitere Abteilungen, wie beispielsweise das Online-Marketing, das Ad-Management und die Veranstaltungen kennenzulernen oder vorherige Stationen noch einmal zu besuchen. Dies stellt immer wieder Azubis – so wie mich – vor die „Qual der Wahl“, welchen Verlagsbereich sie gerne intensiver erleben möchten.

 

Kaffeekochen war gestern


Zu Beginn einer Ausbildung bei Hanser starten die meisten Azubis entweder in der Kinderbuchpresse oder im Literatur-/Fachbuchvertrieb. Gerade letztere Abteilung bietet meiner Erfahrung nach einen idealen Einstieg in die Welt der Bücher, da Zusammenhänge schnell deutlich werden und man so einen schlüssigen Eindruck der Branche erhält. Nach drei Monaten beginnt dann die Berufsschule. Diese findet immer blockweise alle sechs bis zwölf Wochen statt und dauert meistens zwei bis vier Wochen.

Während der Ausbildungsblöcke im Verlag zeigen die Kolleg:innen, wie die konkrete Arbeit der jeweiligen Abteilung aussieht und erläutern dafür notwendige Zusammenhänge. Kaffeekochen war damit gestern, denn die Aufgaben von Azubis erstrecken sich von grundlegenden Zuarbeiten bis hin zu interessanten Projekten, die eigenverantwortlich in Zusammenarbeit mit den Kolleg:innen erarbeitet werden. Ausbildungsleiterin Alexandra Psotta geht dabei auf das Können, die Wünsche und das Vorwissen der Azubis ein. So durfte beispielsweise Auszubildende Laura, die bereits einen Bachelor in Germanistik hat, direkt an Manuskripten im Sachbuchlektorat arbeiten.

Wir sind damit Teil des täglichen Verlagswahnsinns und erleben allerlei spannende Dinge. Zum Beispiel erstellen wir während einer Autorenlesung eine Instagram-Story für den HANSER-hey!-Account, nehmen an virtuellen Fachtagungen teil, fahren auf Presseveranstaltungen, Reportagen und Buchmessen, begleiten aktiv den Weg neuer Bücher und Zeitschriften bis zur persönlichen Abnahme in der Druckerei und nehmen an den Vertretersitzungen sowie an Besprechungen über zukünftigen Entwicklungen im Verlag teil.

 

Jetzt den Wandel nutzen


Gerade für uns Auszubildende ist damit die aktuelle Phase des Umschwungs und des durch Corona verstärkten Wandels nicht nur spannend, sondern auch eine Chance. Wir erleben viele verschiedene Abteilungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und lernen, neu zu denken, Möglichkeiten zu ergreifen und immer offen für neue Inhalte zu sein.

Wie die Medienbranche digital und print in Zukunft aussehen wird, wissen wir nicht. Doch wir können diese Zukunft mitformen und die Erfahrungen, die wir während der Ausbildung gesammelt haben, nutzen, um zukünftige Bücher, Zeitschriften und andere Contentformate neu zu erdenken und vielseitig zu gestalten.


Autor: Lukas Schmidt

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